Einige Fakten zur Entwicklung
Weltbevölkerung: Derzeit leben etwa 6 Milliarden Menschen auf der Erde, eine Weltbevölkerungsexplosion wird es nicht geben. Die Menschheit wird zwischen 2050 und 2060 mit etwa 8,5 Milliarden ihre höchste Zahl erreichen und danach wieder schrumpfen. (Matthias Horx 2003)
Einkommen: In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verdreifachte sich das Pro-Kopf Einkommen weltweit; von 1950 bis 1995 plus 218 % in der industrialisierten Welt, plus 207 % in den Entwicklungsländern. (Bjorn Lomborg 2001)
Armut: 1987 lebten 28,3 % der Weltbevölkerung von unter einem 1985 US Dollar am Tag, 1998 24,0 %. Die absolute Zahl der so definierten Armen blieb mit etwa 1,2 Mrd. Menschen konstant, nachdem sie Anfang der Neunziger Jahre auf 1,3 Mrd. gestiegen war. (Bjorn Lomborg 2001)
Laut UNDP, Annual Report 2006, entfallen 5 Prozent des Welteinkommens auf die ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung – 2,5 Mrd. Menschen – die mit weniger als 2 USD pro Tag leben. Auf die reichsten 10 Prozent entfallen im Gegenzug 54 Prozent. Die UNO stellt weiters fest, dass das Ziel der Armutsbekämpfung noch nie zuvor so greifbar war, da es weder unüberwindbare technische und / oder logistische Hindernisse mehr gibt, noch durch Knappheit an Ressourcen bedingte Barrieren. Allerdings leiden mehr als 800 Mio. an falscher Ernährung und Hunger, 1,1 Mrd. haben keinen Zugang zu frischem Wasser und stündlich sterben 1.200 Kinder an heilbaren Kranken. Aus dem UNDP Report folgt daher, dass trotz der signifikanten medizinischen und technologischen Fortschritte viele Menschen in Entwicklungsländern die potentiellen Gewinne der Globalisierung nicht nützen können.
Verteilung: In den Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts war das Pro-Kopf Einkommen in der industrialisierten Welt fast sieben Mal größer als in den Entwicklungsländern und der Unterschied damit auf einem All-time-high. Seitdem ist der Unterschied wieder unter das Sechsfache gesunken. In Kaufkraftparitäten gemessen ist der Unterschied zwischen dem Einkommen der 20% reichsten Länder und der 20% ärmsten Länder seit den Sechziger Jahren leicht aber stetig gesunken. (Bjorn Lomborg 2001) |
| |
Afrika südlich der Sahara: Zwischen 1950 und 1992 hat sich das reale Pro-Kopf Einkommen fast verdoppelt, wobei aber in den Achtziger Jahren ein Rückgang zu verzeichnen war. (Bjorn Lomborg 2001)
Mehr als 85% der Menschen in den Entwicklungsländern (90% der Weltbevölkerung) haben in den letzten Jahrzehnten ein Einkommenswachstums erfahren, das sie materiell besser stellt als sie jemals waren. (Die fehlenden 15% bzw. 10% betreffen vor allem die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und einige arabische Länder.) (Bjorn Lomborg 2001)
Gesundheit: 1950 lag die Säuglingssterblichkeit in den Entwicklungsländern bei 20%, heute liegt sie bei 6% (Bjorn Lomborg 2001). In 84 von 193 Ländern erreichen die Menschen ein Durchschnittalter von mehr als 77 Jahren, 1990 nur in 55 Ländern (M. Horx 2003).
Ausbildung: Zwischen 1960 und 1990 hat ich die durchschnittliche Schulzeit der Menschen in Entwicklungsländern von 2,2 auf 4,2 Jahre erhöht, der Unterschied zur entwickelten Welt ging von einem Drittel auf die Hälfte zurück. Die Anzahl der Hochschulabgänger hat sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Anfang des 20. Jahrhunderts waren etwa 75% Analphabeten, heute sind es etwa 20%.
(Bjorn Lomborg 2001) |
| |